Blasentraining

Das Ziel eines Blasentrainings – auch Urotherapie – ist es, eine überaktive oder eine schwache Blase zu trainieren und somit die Kontrolle über die Harnblase wieder zu erhalten. Obwohl die Blase hauptsächlich unter dem Einfluss des unwillkürlichen Nervensystems liegt, sind auch willkürliche Nerven beteiligt, weshalb der Harndrang bis zu einem gewissen Mass kontrolliert werden kann. Beim Training soll der Blasenmuskel lernen, sich stärker zu dehnen und somit mehr Harn speichern zu können. Zum Training hinzu kommen auch verhaltenstherapeutische Ansätze, wie beispielsweise ein konkreter Trink- und Toilettenplan. Die Grundlage einer Urotherapie ist ein Tagebuch. Darin wird einige Tage lang notiert, wie häufig der Gang zur Toilette angetreten wird, wie viel Urin jeweils ausgeschieden wird und wie viel Flüssigkeit getrunken wird. Auch Medikamente oder sonstige Bemerkungen sollen darin ihren Platz finden. Bei den Toilettengängen ist auf die Regelmässigkeit zu achten. Ausserdem sollten Betroffene bei Harndrang nicht sofort auf die Toilette gehen, sondern bewusst etwas abwarten. Die Abstände zwischen den Toilettengängen können immer etwas länger werden. Um den Harndrang etwas zu vergessen, sind diverse Ablenkungsmethoden immer hilfreich. Wichtig ist es, trotzdem nicht zu wenig zu trinken. Der Toilettenplan muss immer mit einem Trinkplan kombiniert sein. Auf harntreibende Getränke sollte jedoch abends oder vor einem Tag unterwegs eher verzichtet werden.