Was hilft bei Eichelentzündung?

Eine Eichelentzündung (Balanitis) bezeichnet eine Entzündung der Eichel (Glans) des Penis. Diese Art von Entzündung tritt relativ häufig bei Jungen und Männern auf. Oft geht die Eichelentzündung mit einer Entzündung der Vorhaut (Posthitis) einher – in diesem Fall wird von einer Balanoposthitis gesprochen. Bei der Therapie einer Eichelentzündung geht es in erster Linie darum, die Erreger wirksam zu bekämpfen. Sind Bakterien als Erreger verantwortlich, so hilft eine Antibiotika-Therapie in der Regel sehr effizient. Bei Pilzen kommen Antimykotika zum Einsatz. Sind die sexuell übertragbaren Mikroorganismen nur schwer zu bekämpfen, kann eine Chemotherapie oder eine Immuntherapie helfen. Bei sexuell aktiven Männern sind die Partner ebenfalls mitzubehandeln. Um die Therapie zu unterstützen können örtliche Massnahmen, wie beispielsweise Kamillebäder angewendet werden. Bei richtiger und konsequenter Therapie sind die Heilungschancen sehr gut. Um einer Eichelentzündung vorzubeugen, empfehlen sich Kondome beim Geschlechtsverkehr. Auch regelmässige Kamillebäder und eine konsequente Genitalhygiene sind sehr ratsam. Dabei ist es wichtig, während dem Waschen die Vorhaut zurück zu ziehen, damit das Smegma (Sekret aus Talg, Geweberesten, Bakterien, Urin und Spermaresten) gründlich entfernt werden kann. Allerdings sollte die Genitalhygiene nicht übertrieben werden, da ansonsten der pH-Wert der Haut durcheinander gebracht wird.