Viele Patienten greifen sofort zu Abführmitteln, die oft unerwünschte Nebenwirkungen haben. Es gibt jedoch mehrere sinnvolle Hausmittel: Morgens ein grosses Glas stilles, zimmertemperaturwarmes Wasser auf nüchternen Magen trinken, eventuell mit einem Esslöffel Apfelessig versetzt. Am Abend fünf getrocknete Feigen oder Pflaumen in einer Tasse Wasser einweichen und diese abgedeckt bei Zimmertemperatur über Nacht stehen lassen. Die Früchte am nächsten Morgen essen, das Einweichwasser mittrinken. Zudem kann vor dem Mittagessen ein Glas Sauerkrautsaft helfen. Viel Trinken, sich fett- und proteinarm ernähren, dafür 5 Portionen Obst und Gemüse zu sich nehmen und Vollkornprodukte in den Ernährungsplan einbauen, ist ebenfalls förderlich. So wie auch Entspannungstrainings bei Stress und ein regelmässiges Beckenbodentraining mit speziellen Beckenbodenübungen sind gut für die Verdauung. Sollten keine dieser Massnahmen wirken, kann ein mildes Abführmittel aus der Apotheke eingenommen oder der Arzt konsultiert werden. Die Ursachen gelegentlicher Verstopfung liegen häufig im ungesunden Lebensstil: Ungesunde Ernährung sowie Bewegungsmangel. Hartnäckiger, langanhaltender und immer wiederkehrender Verstopfung hingegen liegt meist eine körperliche Störung oder eine Erkrankung zugrunde.