Migräne

Die Migräne gehört zu den primären Kopfschmerzformen. Eine Migräneattacke beginnt normalerweise einen oder zwei Tage vor den Kopfschmerzen und äussert sich durch sogenannte «Prodromi» (Vorläufer). Dazu gehören zum Beispiel Nervosität, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Überaktivität, Gleichgültigkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit, Sehstörungen, Heisshunger, Durst oder Kältegefühl und vieles mehr. Typisch für die eigentliche Migräneattacke sind mässige bis starke, halbseitige, pulsierende Kopfschmerzen, welche sich bei Aktivität verstärken. Oft dauern diese über Stunden oder Tage an. Weitere Symptome einer Migräneattacke können Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheuheit und Lärmempfindlichkeit sein, starke Müdigkeit nach der Attacke und eine Aura. Aura bezeichnet eine Funktionsstörung des Gehirns oder des Hirnstammes, welche wenige Minuten bis eine Stunde andauern kann. Dabei treten Sehstörungen, Missempfindungen an den Armen und Beinen oder im Gesicht oder seltener sogar vorübergehende Lähmungen auf. Ungefähr 15% der Migräniker leiden daran. Die Ursachen für Migräneattacken sind nicht vollständig bekannt. Es besteht eine genetische Veranlagung zu Migräne. Hinzu kommen diverse Faktoren, wie beispielsweise starke Emotionen, Stress oder bestimmte Nahrungsmittel, welche schliesslich die Migräne auslösen, verstärken oder beschleunigen.